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Komische Oper

Lebendiges Musiktheater mit Tradition
internationales Musiktheater aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Komische Oper

Da fragt sich doch sicher gleich der ein oder andere: Warum »komisch«?

Gründervater Walter Felsenstein knüpft mit dem Namen KOMISCHE OPER an die Unmittelbarkeit und Volksnähe der französischen Opéra comique an. Aber auch die im Krieg zerstörte Berliner Komische Oper in der Friedrichstraße an der Weidendammer Brücke waren ein Grund. Der Intendant (1905–1911) der ehemaligen Komischen Oper Hans Gregor war von ähnlichen Ideen inspiriert. Er forderte schon damals „Kunst ohne Konvention, Vorurteile und Künstlereitelkeiten“.

Komische Oper ist zwar die wörtliche Übersetzung von Opéra comique , verleitet aber – wörtlich genommen – zu einer Sinngebung, die dem vom französischen Namen unmissverständlich bezeichneten Genre des musikalischen Theaters nicht ganz gerecht wird.

Am heutigen Platz der Komischen Oper befand sich schon seit 1764 ein Theater.
Von 1764 – 1786 Das Theater in der Behrenstraße«, einem Fachwerkbau mit 700 Plätzen.
Nach dessen Abriss entstand 1882 das Theater Unter den Linden.
Ein prunkvoller Vergnügungs-Palast im neobarocken Stil, mit Tischen in der hinteren Hälfte des Parketts, Logen in den Seiten der Ränge und einer Balkon-Terrasse in der Mitte des 1. Rangs.
1898 - 1918 erfolgen umfangreiche Umbauarbeiten und das Haus unter dem Namen Metropol-Theater wiedereröffnet.

Nach dem Wiederaufbau des 1945 zerstörten Theaters wird mit der Aufführung von Johann Strauss’ Die Fledermaus unter dem aus Österreich stammenden Intendanten und Chefregisseur Walter Felsenstein das Haus als Komische Oper wiedereröffnet. Sein Ansatz hat in den folgenden Jahren großen Einfluss auf die Auseinandersetzung mit dem Musiktheater und findet Nachahmer in ganz Europa. Das 1966 gegründete (bis 2004 existierende) Tanztheater hat unter seinem Chefchoreographen Tom Schilling Ausstrahlungskraft weit über Berlins Grenzen hinaus. Felsensteins Nachfolger als Intendanten der Komischen Oper – Joachim Herz, Werner Rackwitz/Harry Kupfer, Albert Kost/Harry Kupfer, Andreas Homoki – bleiben Felsensteins Idee eines zeitgemäßen, publikumsnahen Musiktheaters verbunden.

Seit 2012 knüpft Intendant Barrie Kosky an die Tradition der Vorgänger an, besinnt sich auch auf die Geschichte des Hauses an der Behrenstraße vor 1933.
Verdrängtes und Vergessenes steht wieder auf dem Spielplan, selten oder nie Gehörtes gerade der Komponisten, die unter den Nationalsozialisten von der Bildfläche verschwanden und häufig bis heute zu Unrecht verkannt sind. Die Berliner Jazz-Operette beweist unter Kosky ihren geistreichen Witz, vom 50er-Jahre-Kitsch befreit
2013 wird das Haus (zum zweiten Mal nach 2007) von der Fachzeitschrift »Opernwelt« zum Opernhaus des Jahres gewählt. 2015 werden die Chorsolisten »Opernchor des Jahres«, 2016 wird Barrie Kosky »Regisseur des Jahres«. Das Ensemble der Komischen Oper Berlin gewinnt 2015 den International Opera Award.


2022/2023

Die Komische Oper Berlin wird fit gemacht für das Musiktheater des neuen Jahrtausends. Die kommenden Jahre stehen ganz im Zeichen umfassender (und notwendiger) Sanierungsarbeiten des Stammhauses an der Behrenstraße.

In der Zeit des Umbaus wird nicht nur in der Interimsspielstätte Schillertheater, sondern auch an diversen temporären Orten der Stadt Oper gespielt –

Die Komische Oper hat sich die Aufgabe gestellt, die künstlerisch erlesensten und zugleich volkstümlichsten Werke des internationalen Musiktheaters aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im wechselnden Spielplan zu pflegen. Und zwar mit durchaus gleichmäßiger Betonung beider Teile des Wortes Musik-Theater. Denn Musik, die nicht aus dem dargestellten Vorgang wächst, hat nichts mit Theater zu tun, und eine Darstellung, die sich nicht präzise und künstlerisch gültig mit der Musik identifiziert, sollte besser auf Musik verzichten.


Quelle: Komische Oper

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