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Disneys Musical TARZAN®

Aktualisiert: 11. März





Im November 2023 ist das Disney Musical TARZAN nach Stuttgart zurückgekehrt. Allabendlich wird hier die Botschaft, vom Zusammenhalt der Familie und die Akzeptanz und Toleranz gegenüber anderen in einer spektakulären Show präsentiert.





©burroughs_and_disney


Leidenschaft Musical hat sich nach nunmehr 4 Monaten Spielzeit auf den Weg in den Stuttgarter Dschungel gemacht.


Die Musik stammt wie im Film von Disney von Phil Collins. Bereits beim Eintreten in den Theatersaal wird klar, wohin die Reise gehen wird.

Auf einer sich bewegenden Leinwand ein Schiff im Sturm, wechselnde Logbucheinträge eines Kapitäns und Hintergrundgeräusche eines aufziehenden Sturmes. Wir finden ein sehr passendes Entre in den Abend und so hatten wir auch noch ein wenig Zeit, uns in den Film zurückzudenken und eigene Kindheitserinnerungen zu finden.


Beeindruckend spektakulär

Die Show startet dann schon einmal spektakulär. Das in den Sturm geratene Schiff sinkt und ein junger Mann und seine Frau mit Kind im Arm sinken in die Tiefe des Meeres. Wundervoll und überzeugend anschaulich wird diese Szene an den Zuschauer transportiert. Die beiden schaffen es, sich und das Baby an Land zu retten. Während die zwei ihr Überleben feiern, geschehen bereits wieder spektakuläre Dinge. Es kommt viel Tempo und Aktion in das Geschehen.


Die Bewohner der Insel, auf der die Schiffbrüchigen sich gerettet haben, Gorillas, und diese schwingen durch den Zuschauersaal, agieren auf der Bühne an den Seitenwänden. Überall gibt es etwas zu sehen und die unterschiedlichen Aktionen geben das alltägliche Leben der Gorillas wieder. Eine in sich stimmige Gorillasippe, welche seinen Alltag lebt. Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse, die Musik wird bedrohlich.

Ein wildes Raubtier durchstreift die Dschungelbühne und verursacht Angst, Schrecken und zerstört die aktionsreiche Idylle. Das junge Paar wird von der Raubkatze getötet. Sie können allerdings ihr Baby noch verstecken und so kann der Junge überleben.


Die Gorillasippe hat sich während des Angriffs auch in Sicherheit gebracht und kehrt neugierig an den Ort des Geschehens zurück. Die Gorillamutter Kala (Sidonie Smith), welche kurz zuvor ebenfalls ihr Baby verloren hat, nimmt sich des kleinen Menschenkindes gegen den Willen des Familienoberhauptes Kerchak (Dàniel Ràkàsz) an.


Die weitere Story von TARZAN sollte bekannt sein. Deren Umsetzung für uns spektakulär, großartig und unterhaltsam. Als Zuschauer gerät man von einem Extrem ins andere. Immer wieder durch den Theatersaal fliegende Akteure, bezaubernde Balladen, die einem im Ohr bleiben und Darsteller, die ihre Charaktere herausragend zeichnen. Ein Abend, der wieder einmal zeigt, was Musical zu vermitteln mag. Eine Reise in eine andere Zeit, eine andere Welt, raus aus dem Alltag und rein in die Magie des Theaters.


Das Bühnenbild, die eingesetzten Effekte und Kostüme ebenfalls herausragend und zum Träumen einladend. Wir begegnen außergewöhnlichen, wunderschönen und farbenfrohen exotischen Tieren, die über die Bühne fliegen, sich dabei magisch bewegen. Die damit geschaffenen Illusionen, perfekt!


Diese Illusion wird aber nur durch gezielt eingesetzte Technik, herausragende akrobatische, tänzerische und eine darstellerisch perfekte Leistung jedes einzelnen Darstellers Tänzers möglich.


Die Besetzung der einzelnen Hauptakteure ist überzeugend.


Eine Besetzung mit ganz viel Können, Leidenschaft und Emotionen

Tarzan Darsteller Robin Reitsma hat dem Hauptcharakter der Show ein authentisches Gesicht gegeben. Die hier geforderten zusätzlichen körperlichen Aspekte zur Umsetzung der überzeugenden Darstellung eines unter Gorillas aufgewachsenen Menschen hat uns beeindruckt. Bewegung, Gestik und Gesang waren in jedem Moment der Show präsent.

In diesem Zusammenhang darf der kleine Tarzan (Freddie) nicht vergessen werden. Hut ab vor diesem jungen, talentierten Darsteller. Es ist unglaublich beeindruckend, mit wie viel Spielfreude, aber auch Können er seine Rolle mit Leben und Charakter füllt.


Kala (Sidonie Smith) hat sehr viel Emotionen mit der Darstellung ihrer Rolle transportiert. Man konnte die Mutterliebe zu ihrem Kind förmlich spüren, aber auch ihre Liebe zu Kerchak und in welche Konflikte sie gerät, als sie sich zwischen der Liebe zur Familie und der zu ihrem Kind entscheiden soll. Man musste einfach mit ihr fühlen, leiden, lieben.


Kerchak (Dàniel Ràkàsz) auch hier ein Darsteller, der sehr viel Emotionen in seinen Charakter legt. Als Anführer und Verantwortlicher für seine Sippe muss er Stärke und Entschlossenheit zeigen, als Partner von Kala Liebe. Es gibt aber auch noch eine dritte Seite, den Kerchak, der eine nachvollziehbare Angst und Abneigung gegen Menschen innehat. Diese so verschiedenen Gefühlswelten in Einklang mit den körperlichen Anforderungen an diese Rolle sind in Perfektion gelungen.


Jane (Deike Darrelmann) die Frau, welche die Gefühlswelt von Tarzan durcheinanderbringt und die ihm zeigt, wer er wirklich ist.

Deike Darellmann hat ihrer Jane eine herzerfrischende Art von Leichtigkeit und auch eine gewisse Unbedarftheit gegeben. Mit gut gesetzter Situationskomik gibt sie dem Charakter die jugendliche Frische, präsentiert aber auch eine intelligente, im Leben stehende junge Frau, welche die Liebe entdeckt und sich mit klarem Kopf den herausfordernden Aufgaben stellt

Eine wundervolle Jane, bei der man versteht, warum sich Tarzan in sie unsterblich verliebt.


Francesco Marino als Terk, Tarzan bester Kumpel, zeichnet genau das, was man erwartet. Einer der Gefahren nicht immer sehen will, der macht, was er für richtig empfindet und das Herz auf dem rechten Fleck hat. Er kennt keine Gefahren, solange er sich nicht darin wiederfindet. Terk hat immer einen passenden Spruch auf Lager und genau macht ihn so liebenswert. Er ist der Draufgänger, der Spassvogel und das alles hat Francesco Marino in die Rolle hineingelegt und überzeugend liebenswert verkörpert.


Clayton der Bösewicht in dieser Story, einer, der im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht.

Ludo von Winkel hat mit seiner so unsympathisch angelegten Rolle einen schwierigen Part, welchen er souverän verkörpert. Ein habgieriger Mensch, der nur zu seinem Vorteil agiert und keine menschlichen Werte respektiert.


Das alles wurde komplettiert von einem ausgezeichneten Ensemble. Ein hervorragend harmonisches Team aus Tänzer*innen mit akrobatischem Potenzial, das der Extraklasse entspricht.


Ein harmonisches perfektes Gesamtpaket

Sie gesamte Show funktioniert nur durch das perfekt aufeinander abgestimmte Miteinander von Musik, Technik, Licht, Darstellern und Ensemble und bei unserem Showbesuch war es perfekt abgestimmt.



Fazit.

Wir haben einen Abend mit ganz viel Emotionen, außergewöhnlichen Effekten und darstellerischen Höchstleistungen erlebt wir können nur empfehlen, einen Trip in den Dschungel von Stuttgart zu planen und in die Magie eines Disney Musicals einzutauchen.

Wir werden ganz sicher noch ein Mal wiederkommen.

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