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FRAU LUNA im TIPI am Kanzleramt – Eine Berliner Liebeserklärung zwischen Mondlicht und Mutterwitz

Am 24. 01.2026 feierte FRAU LUNA ihre umjubelte Premiere im TIPI am Kanzleramt. Somit hat sich auch Leidenschaft Musical auf den Weg gemacht um Fritz Steppke (Benedikt Eichhorn), Frau Pusebach (Christoph Marti), Schneider Lämmermeier (Merten Schroedter) und den Steuerbeamten a.D. Pannecke (Max Gertsch) auf ihrer aufregenden Reise zu Frau Luna (Andreja Schneider) und ihrem Hofstaat bestehend aus Prinz Sternschnuppe (Gustav Peter Wöhler, der Zofe Stella (Franzika Traub), Fräulein Groom (Ades Zabel) und dem schönen Theophil (Tobias Bonn) zu begleiten.


FRAU LUNA ist gelebte Berliner Kultur

Mit FRAU LUNA bringt das TIPI am Kanzleramt 2026 nicht einfach eine Operette auf die Bühne, sondern ein Stück gelebter Berliner Kultur. Paul Linckes Klassiker entfaltet sich hier als ebenso nostalgische wie hochaktuelle Liebeserklärung an die Stadt, ihre Menschen und ihren unverwechselbaren Tonfall. „Dat is Berlin, wie et leibt und lebt“ – ehrlicher und treffender lässt sich dieser Abend kaum beschreiben.


Ein Traum, ein Plan - gestern wie heute

Hier träumen ein paar Berliner Originale davon, dem ganz normalen Wahnsinn kurz mal Tschüss zu sagen, kieken hoch zum Mond und landen schneller als gedacht bei FRAU LUNA. Oben is zwar allet schick und schickimicki, aber ooch da gibt’s Herzklopfen, Eifersucht und den ganz normalen Gefühlszirkus. Und irgendwann dämmert selbst dem letzten Mondfahrer: Det Jlück liegt nich im All — det liegt zu Hause, irgendwo zwischen Hinterhof, Tresen und großem Gefühl. Kurz jesagt: Der Mond is schön, aber Berlin is besser.


Eine liebevolle Cast mit viel Herz und Schnauze


Von der ersten Minute an überzeugt die durchweg herausragende Besetzung. Jede Rolle ist mit spürbarer Hingabe, großer Spielfreude und beeindruckender stimmlicher Qualität gestaltet. Hier steht kein loses Nebeneinander von Solisten auf der Bühne, sondern ein echtes Ensemble, das miteinander atmet, reagiert und glänzt. Der berühmte Berliner Witz wird nicht behauptet, sondern selbstverständlich gelebt – mit trockenem Humor, Herz und jener feinen Schnoddrigkeit, die niemals verletzend, sondern immer liebevoll wirkt. Ergänzt werden die Hauptcharaktere durch die Mondelfen.

Kiara Brunken, Abby Cheng, Chiara Cook, Kate Moss, Jeannette Nickel, Lisa Radl, Lynsey Reid, Eleonore Turri, Anna Friederike Wolf, schlüpfen hier in die Rollen unterschiedlichster Mondbewohner/innen und komplementieren das Ganze perfekt.


Traumwelt perfekt arrangiert

Ein weiteres bemerkenswertes Glanzstück des Abends ist das Bühnenbild, das weit mehr ist als dekorative Kulisse. Es trägt die Handlung, strukturiert die Szenen und öffnet Räume für Fantasie und Emotion. Mit großem Einfallsreichtum gelingt der Wechsel zwischen irdischem Berlin und lunarem Traum, zwischen Hinterhofrealismus und himmlischer Verheißung. Alles wirkt fließend, logisch und zugleich märchenhaft – ein visuelles Erlebnis, das die Geschichte unterstützt, ohne sie zu dominieren.

Ebenso stimmig präsentieren sich die Kostüme, die mit sicherem Gespür für Stil, Epoche und Charakter entworfen wurden. Fantasievoll, aber nie überzogen, farbenreich, aber nie grell – sie unterstreichen die Figuren, ohne sie zu verkleiden. Gerade diese Zurückhaltung im richtigen Moment macht ihre Wirkung so stark und zeigt, wie klug hier gearbeitet wurde.


Besonders gelungen ist diese Inszenierung, da sie es meisterhaft versteht, den Spagat zwischen Moderne und Klassik zu meistern. Der Zugriff ist zeitgemäß, das Tempo frisch, die Bilder klar – und doch bleibt der Geist der Operette unangetastet. Nichts wirkt verstaubt, aber auch nichts künstlich aktualisiert.

Statt plumper Modernisierung gibt es intelligente Akzente, feine Aktualisierungen und ein tiefes Verständnis für das Herz dieses Werkes. So fühlt sich FRAU LUNA heute lebendig an, ohne ihre Seele zu verlieren.


LIVE MUSIK - ein Genuss für die Ohren

Ein weiterer Höhepunkt des Abends ist die LIVE-Musikband - Die Berliner Mondharmoniker, die Paul Linckes Kompositionen mit Eleganz und spürbarer Leidenschaft interpretiert. Der unmittelbare Klang, das atmende Tempo und die sichtbare Spielfreude verleihen der Musik eine Direktheit, die man sofort fühlt. Hier wird nicht begleitet, hier wird erzählt – und das Publikum darf sich auf einen rundum beglückenden Musikgenuss freuen.


Berlin bietet ein ganz besonderes und treffendes Theatererlebnis

Am Ende bleibt das Gefühl, einem ganz besonderen Theaterabend beigewohnt zu haben. FRAU LUNA im TIPI am Kanzleramt ist 2026 eine Hommage an den Berliner Charakter: frech und herzlich, schnauzig und warm, bodenständig und träumerisch zugleich.

Berliner Charme mit Herz und Schnauze – mitten in Berlin, mitten im Jetzt.

Ein Abend, der lächeln lässt, der berührt und der zeigt, warum man diese Stadt, ihre Kunst und ihre Geschichten einfach lieben muss.


Kurz jesagt

Am Ende jeht man raus und denkt: Ja, dit war Berlin. Mit Herz und Schnauze, mit Witz und Wärme, mit Träumen und Realität im gleichen Atemzug. FRAU LUNA im TIPI am Kanzleramt is 2026 keene Operette von gestern, sondern ’ne Berliner Liebeserklärung von heute.


Oder wie der Berliner sacht:

War jut. Kannste hingehen. Sollteste ooch.


Wer nun auch echten Berliner Flair live erleben möchte, hat noch bis zum 29.03.2026 die Gelegenheit eine Reise zu FRAU LUNA zu buchen. Hier gehts zu den Tickets.


all Photocredits : © Barbara Braun / TIPI AM KANZLERAMT

 
 
 

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© Leidenschaft Musical - Ines Marquardt & Ramona Weiss

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