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GRÄFIN MARIZA



Der Rüdersdorfer Sommeroperette ist nunmehr bereits zur Tradition geworden.

Wie in den vergangenen Jahren wird auch in 2024 eine Operette die Musikliebhaber verzaubern.




Mit eigenem Orchester und buntem Schauspiel- und Gesangsensemble wird in diesem Jahr GRÄFIN MARIZA unter Regie von Stephan Wapenhans auf die Bühne gebracht.

Die Operette wurde 1924 im Theater an der Wien uraufgeführt ist nach der Csárdásfürstin Emmerich Kálmáns größter Bühnenerfolg. GRÄFIN MARIZA insgesamt viermal verfilmt und gehört an der Bühne noch heute mit zu den beliebtesten Inszenierungen.


Feurig wie Paprika und ein Geschenk zum Muttertag

Ein feurig-melodisches Feuerwerk,  voll mit Gassenhauern wie "Komm mit nach Varasdin", "Ich möchte träumen" oder "Komm Zigan". Melodien die fast alle kennen und einen hohen Unterhaltungswert versprechen.


In diesem Jahr hat man sich entschlossen, vor dem eigentlichen Sommeroperetten Start eine Vorpremiere am 12. Mai 24, dem Muttertag zu spielen.


Leidenschaft Musical hat einen Ausflug in die Operette unternommen und die Vorpremiere am Muttertag im Kulturhaus Rüdersdorf im Museumspark besucht.


Ungarische Melancholie und Lebenslust - Tragik und Komik

Die Operette GRÄFIN MARIZA ist geprägt von der typischen ungarischen Musik Kálmáns. In ihr finden sich Wiener Walzer, kecke Modetänze der 1920er Jahre und die teils melancholisch schweren so typisch ungarischen Melodien, die aber durchaus Lebensfreude und Gelassenheit der ungarischen Volksmusik zulassen.


Dies bringt auch das Bühnenbild zum Ausdruck, auf das der Zuschauer bereits beim Betreten des Saales schaut. Ungarische Musik ist immer ein Feuerwerk für die Sinne, sie lädt zum mitwippen und auch zum Träumen ein. Die Weite der Puszta und die flammenden Emotionen werden in der ungarischen Musik fast greifbar.  


Es gibt wohl kaum ein flammenderes Zuneigungsbekenntnis als das eines liebestrunkenen Ungarn, der verkündet: „… denn meine Leidenschaft brennt heißer noch als Gulaschsaft!”


Verwicklungen, Verwirrungen - typisch Operette

GRÄFIN MARIZA ist vom Inhalt das typische Operettenmotto: Missverständnisse paaren sich mit Stolz und Eitelkeit und es kommt zu kuriosen Verwicklungen bei den Beteiligten, welche meist zum Ende in einem harmonischen Happy End enden.

In der Rüdersdorfer Operettensommer Inszenierung hat man sich an die Vorlage von Emmerich Kálmán gehalten und der Zuschauer kann sich auf ein wirklich Stimmgewaltiges Darstellerteam freuen.


Die Musik war live von einem 6-köpfigen Musikerensemble, welche unter ihrem Dirigenten eine wunderbare musikalische Begleitung darstellten. Ein kleines Ensemble aber exzellent aufgestellt und von großer Qualität.


Darsteller mit viel Ausdruck, Herzblut und fantastischen Stimmen


Wir waren von allen Darstellern begeistert, mit wieviel Spielfreude und Herzblut sie die einzelnen Charaktere zum Leben erweckt haben.





Gräfin Mariza gespielt von der Berliner Sopranistin Cornelia Marschall brillierte mit einer Gewalt an Stimme. Überaus bemerkenswert ihr Sopran, den sie gezielt und perfekt einsetzt.


Verwalter Bela Törek (Graf Tassilo) gespielt von Tenor Kim Schrader. Ein überaus wundervoller Tenor, dessen Stimme in den ungarischen Klängen harmonisiert und besonders bei seinem „ Komm Zigan“ unter die Haut ging. Marschall und Schrader gaben als Mariza und Tassilo ein unglaublich harmonisches musikalisches Duo.


Absolut wunderbar Florian B. Kondur, der als Graf Kolomán Zsupán nicht nur musikalisch vollendens überzeugte, sondern auch mit dem gekonnt witzigen ungarischen Akzent so manch einen Lacher provozierte. Forian B. Kondur als junger ungarischer Graf, mit ungarischem Feuer und jugendlicher Leichtfüssigkeit überzeugend und total herzerfrischend.


Lisa Katrin Fuchs jung, unbedarft aber voller Lebensfreude. Auch sie begeisterte das Publikum mit ihrer klaren musikalischen und darstellerischen Leistung .


Ungarn in Rüdersdorf

Unser Fazit: Die Rüdersdorfer GRÄFIN MARIZA ist eine tolle Inszenierung die als Sommeroperette ganz sicher sein Publikum beeindrucken und glänzend unterhalten wird.

Wer schon immer einmal ungarisches Flair geniessen wollte, aber die lange Reise scheute, dem sei gesagt: Ungarn ist ganz nah , gleich um die Ecke von Berlin, in Rüdersdorf.


Die Besucher können sich auf einen überaus unterhaltsamen musikalischen Abend mit tollen Stimmen und einem wunderbaren Ensemble an Darsteller:innen freuen.


Kleiner Wehmutstropfen, die Akustik im Kulturhaus Rüdersdorf ist aufgrund des Alters des Gebäudes nicht mehr die Beste und es ist erfreulich, dass dem nun durch eine umfangreiche Sanierung des Hauses Abhilfe geschafft wird.

Es bleibt zu hoffen, dass bei den weiteren 6 Aufführungen im Juli auf der Außenbühne die Akkustik den wirklich wunderbaren Sängern-innen noch mehr gerecht wird.

 

Die nächsten Vorstellungen des  Rüdersdorfers Operettensommers 2024 finden

Freunde der Operette und des Musicals sollten diese Gelegenheit nutzen und für eine kurze Zeit in die Weiten Ungarns entfliehen. Eine tolle Gelegenheit für einen Ausflug mit der ganzen Familie.

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